Das Tripple

Nach der EM bereitete ich mich dann zu Hause auf die WM vor. Viel Zeit blieb allerdings nicht und dennoch schafften wir es wieder uns gegen Italien durchzusetzen und alle drei großen Events dieses Jahr zu gewinnen!!

Dann stand Samstags noch die Einerverfolgung an, bei der wir ein deutsches Podium hatten! Lisa Brennauer gewann vor mir und Mieke Kröger. Der perfekte Abschluss einer unglaublichen Saison!!

Unser TEAM

 

 

 

 

 

 

 

Dann ging es in die verdiente off-season, leider hab ich nicht sonderlich viel davon, da ich den Großteil jetzt krank war… mein Körper braucht wohl Pause nach der Saison ;)

Erfolgreiche Europameisterschaft nach Corona Infektion

Nach dem es nach den Olympischen Spielen erstmal recht stressig war zu Hause, kehrte nach 2 Wochen wieder ein bisschen Alttag mit Training und Wettkämpfen ein.

Ende August war ich mit meinem Team bei einer Rundfahrt als eine Teamkollegin positiv auf Corona getestet wurde. Ein paar Tage später war auch ich trotz Impfung Corona positiv. Dann hieß es Quarantäne. In den zwei Wochen zu Hause hatte ich zuerst Symptome, aber es ging mir schnell besser und ich konnte Sachen erledigen, für die sonst  keine Zeit sind (Wohnzimmer streichen z.b.) Allerdings litt mein Training sehr darunter, da wir als Spitzensportler zuerst die Nachuntersuchung machen bevor wir wieder richtig trainieren. Am 20. September bekam ich dann die Freigabe fürs Training – genau 2 Wochen vor der Europameisterschaft in Grenchen (Schweiz)

ich trainierte zu Hause quasi nur Grundlage und lockeres Krafttraining bevor es dann zur Vorbereitung ging. Ich hatte keine Ahnung wie meine Form sein würde. Das Training lief dann erstaunlicherweise ganz gut. Um nicht zu krass wieder einzusteigen sagte ich gleich, dass ich nur die Mannschaftsverfolgung fahren will um mehr Zeit zu haben mich auf die WM vorzubereiten.

und dann war Wettkampftag: Wi konnte unsere besprochene Taktik und Zeit perfekt einhalten und gewannen in einem recht spannenden Finale gegen Italien GOLD!!

 


 

OLYMPIASIEGER

Ich denke einige werden schon wissen was uns Anfang dieser Woche gelungen ist. Innerhalb von zwei Tagen konnten wir den Weltrekord in der Mannschaftsverfolgung 3x brechen und uns gegen die Britinnen in Finale durchsetzen und Gold bei den Olympischen Spielen gewinnen.

es fühlt sich für mich immer noch total surreal an und die Hand geht noch ziemlich oft zur Medaille um wieder zu realisieren dass es kein Traum war.

heute um 10:15 deutscher Zeit werde ich noch das Madison mit LIsa Klein bestreiten ehe es dann am Samstag nach 4 Wochen wieder nach Hause geht.

Am Sonntag gibt es zum 16:00 Uhr einen Empfang für mich im PEB2 :)

Kleine Schritte zurück zur Rennnormalität

Das Jahr ist noch relativ jung und doch habe ich schon einige Wettkampf Kilometer in den Beinen.

Mein erstes Rennen war die healthy ageing tour in Holland. Über drei Tage durften wir uns durch Wind, Regen und kühle Temperaturen kämpfen. Lisa Brennauer konnte die Rundfahrt auf den 2. Gesamtrang beenden. Ich wurde auf der harten letzten Etappe die etliche Male über den VAM Berg führte leider rausgenommen, so wie der Großteil des Starterfelds. Am zweiten Tag wurde das Zeitfahren aufgrund des starken Winds etliche Male nach hinten geschoben bis wir schließlich mit Straßen Rädern an den Start gingen.

 

Quasi ohne Verschnaufpause ging es weiter nach Belgien. Dort stand mit dem GP Oetingen ein klassisch belgisches Rennen statt, Kopfsteinpflaster, Wellen und Positionskämpfe inklusive. Ich merkte meine Beine von der Rundfahrt noch ziemlich und war froh nach 124 km das Ziel zu erreichen.

 

Dann stand noch der Halbklassiker Nokere Koerse an. Ebenfalls klassisch belgisch. 4 Grad und Regen machten das Rennen noch härter als es eh schon gewesen wäre. Wegen eines Sturzes vor mir musste ich anhalten und der Kampf zurück ins Feld machte es mir nicht möglich das Rennen zu beenden.

 

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Italien zum World Tour Rennen „trofeo binda“ bei dem ich jetzt spontan als Ersatz einspringen musste.. wir werden sehen, vermutlich liegt mir das doch relativ bergige Profil nicht besonders.

Frühjahrsklassiker im Oktober

Nach der em hatte ich ein paar ruhige Tage zuhause bevor es für mich nach Belgien ging. Dort standen für mich 155 flache Kilometer mit Wind bei dem Halbklassiker 3 Dags Brugge-de Panne an.

Meine Aufgabe war es Lisa Brennauer optimal positioniert in die Schlüsselstellen des Rennens zu bringen. Meist waren das Windkanten oder wenn es von breiten Straßen in schmale Radwege ging. Meine Aufgabe gelang mir ganz gut. Doch leider war dass Rennen nach den Bahnrennen und in bisschen zu lang.. nach 108 km beendete ich das Rennen.

Erfolgreiche U23 EM Bahn

Nach einem kompliziertem Monat in dem ich sowohl mit einer Gehirnerschütterung als auch mit dem Ziehen meiner Weisheitszähne zu kämpfen hatte war es lange Zeit nicht klar ob ich überhaupt bei der U23 Bahn em starten könnte. Und falls ich starten könnte mit welcher Form.

 

2 Tage vor Lehrgangsbeginn dann die erfreuliche Nachricht: ich kann wieder Sport machen. Ohne große Erwartungen reiste ich zum Lehrgang an. Dort merkte ich, dass meine Beine wohl einigermaßen froh waren über die Zwangspause oder noch glücklicher darüber wieder arbeiten zu dürfen. Jedenfalls lief es ganz gut.

 

Angekommen in Italien bekam ich auch mein relativ vollen Wettkampf Plan: Mannschaftsverfolgung, Einerverfolgung, Punktefahren und Madison.

 

In der Mannschaftsverfolgung konnten wir mit Silber das wohl beste Ergebnis einfahren dass möglich war. Durch meine Erfahrung übernahm ich eine große Aufgabe im 4rer. Aber wie der Name schon sagt gehören immer 4 Leute dazu!!

 

In der Einerverfolgung hatte ich mir natürlich vorgenommen meinen Titel zu verteidigen. Jedoch war ich mir nicht sicher es zu schaffen. Nach einer guten Qualifikation ging es im Finale gegen Guazzini. Sie ging die 3km sehr schnell an doch ich blieb cool und konnte hinten raus Sekunde für Sekunde gut machen.

 

Ursprünglich wäre dann der Samstag mein Ruhetag gewesen. Doch da der Wetterbericht für Sonntag sehr schlecht aussah, und die Bahn in fiorenzuola eine offene Bahn ist, wurde der Zeitplan umgestellt und ich hatte Samstag das Punktefahren.

 

Wir hatten die Taktik, am Anfang ganz ruhig zu bleiben und nur mitzufahren und dann wenn eine Gruppe geht da dabei zu sein. Es fiel mir sehr schwer am Anfang einfach nur zuzuschauen! Doch unsere Taktik ging auf und wir konnten zu 4. einen Rundengewinn fahren. Vor der letzten Wertung lag ich auf Rang 3. und dann wurde es nochmal spannend. Die russin fuhr vorne raus… wenn sie die Schluss Wertung gewinnt würde ich auf den 4. Platz abrutschen. Doch zum Glück konnte die Schweizerin noch an ihr vorbei fahren und ich meinen 3. Platz retten.

 

In meinem letzten Rennen dem Madison starte ich zusammen mit Lin. Mit nur 7 Mannschaften war das Feld sehr überschaubar, doch es machte es auch noch schwieriger. Da sich die Punkte nicht richtig aufteilten. Wir konnten in fast allen Wertungen punkten und so hinter Italien Silber holen.

 

Im Großen und Ganzen war es für mich eine sehr erfolgreiche Veranstaltung!

 

Es geht wieder los

Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele musste sich jede/r Sportler/in wieder neu sortieren und neue Ziele in den Fokus rücken. Sicherlich das Wichtigste dabei: Gesund bleiben und andere schützen in dem man die Richtlinien eingehalten hat und zuhause geblieben ist.

Sportlich gesehen war es auch für mich keine einfache Zeit, aber ich habe es auch genossen, Zeit mit meiner Familie zu verbringen Und einfach nur zu trainieren Statt von einem Event ins andere zu reisen.

so langsam starten wieder die Radrennen. Natürlich unter strengen Vorschriften. Ich bin schon gespannt wie alles abläuft… meinen aktuellen Rennplan könnt ihr unter Termine abchecken.

Bleibt gesund und passt auf euch und eure Mitmenschen auf!!

Zwei Bronze Medaillen bei Heim WM

Es ist jetzt zwar schon ein paar Tage her aber dennoch bekomme ich Gänsehaut wenn ich an die letzte Woche im Velodrom in Berlin denke. Die Stimmung war der absolute Wahnsinn und das Publikum hat dazu beigetragen dass wir diese tollen Leistungen zeigen konnten!

Am Mittwoch sind wir in der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung „nur“ 7. geworden. Wir hatten mit taktischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach meinem zweiten Wechsel verpasste ich den Anschluss an den 4rer, der sich daraufhin komplett auseinander fuhr. Dennoch fuhren wir eine gute Zeit.

Extrem motiviert es dieses mal besser zu machen starteten wir am Donnerstag in die erste Runde. und wir machten es besser! In einer Zeit von 4:11 min fuhren wir nur knapp 8 Zehntel über dem Weltrekord die zweitschnellste Zeit jemals. Damit kamen wir ins kleine Finale um Bronze gegen Kanada. Dort wurde es noch einmal spannend, die Kanadierinnen lagen zwischen deutlich in Führung, doch wir blieben cool und fuhren angefeuert vom Publikum unsere Geschwindigkeit weiter. Eine der Kanadierinnen fuhr dann einen schlechten Wechsel und jeder der Kanadierinnen fuhr quasi allein rum und so hatten wir die Bronze Medallie sicher.

Am Samstag stand für mich ein harter Tag an. Nach der Einerverfolgungs Qualifikation um 14:00 Uhr stand das Madison um 17 Uhr an und um 18:00 dann das Finale der Einerverfolgung. Ein bisschen Respekt hatte ich schon als ich die schnellen Zeiten der Läufe vor mir sah. Ich startete und wollte einfach mal schauen wie es lief. Die letzten paar Runden konnte ich nochmal richtig beschleunigen und als ich auf die Anzeige Tafel schaute staunte ich nicht schlecht als ich in 3:20,222 min die 3. schnellste Zeit hatte und damit nur knapp über dem alten Weltrekord blieb. Chloe Dygert verbesserte schon in der Qualifikation ihren eigenen Rekord auf 3:17 min.

Im schnellen Madison konnten sich Lisa Klein und ich nicht wie gewünscht immer vorne zeigen sondern hatten Anfangs Schwierigkeiten. Ein Sturz von Lisa verhinderte dann eine bessere Platzierung so dass wir am Ende 10. wurden.

Anschließend fuhren wir gegeneinander im kleinen Finale der Einerverfolgung gegeneinander. In dem ich mir meine zweite Bronze Medaille sichern konnte.

Die ersten Weltcups der neuen Saison

Wie viele vielleicht mitbekommen haben, liefen die letzten zwei Wochen vor allem für unseren Frauen 4rer ganz gut. Beim ersten Weltcup in Minsk, wurden wir mit einem neuen deutschen Rekord 2. hinter der starken amerikanischen Mannschaft. Lisa klein und ich konnten ein paar Fehler ausbessern und wurden im Madison 6.

Dann ging es direkt weiter nach Glasgow. Ein paar Trainingseinheiten später fuhren wir schon wieder rennen. Wir konnten erneut den 2. Platz einfahren, dieses Mal hinter der Briten und erneut einen deutschen Rekord fahren.
im Madison lief es dann nicht ganz so rund wie in der vorherigen Woche: Platz 9.

aktuell genieße ich ein bisschen Zeit ohne Rad. Bevor dann die ganze Konzentration den olympischen Spielen gilt.

Elite Bahn Europameisterschaft

Ich sitz grade noch im Auto auf dem Rückweg von der Bahn Elite Europameisterschaft – mit zwei Medaillen und einem Trikot im Gepäck.

Am Mittwoch fuhren wir in der Mannschaftsverfolgung zwei mal einen neuen deutschen rekord und schafften den Sprung in das große Finale um Gold gegen Großbritannien.
In diesem Finale hatten wir am Donnerstag gegen die Olympia Sieger allerdings eher schlechte Karten standen dann aber als 2. Mit auf dem Podium.
Am Freitag stand für mich dann die 3000m Einerverfolgung an. (in der dieser Disziplin bin ich ja bereits Deutsche Meisterin und U23 Europameisterin) vor der Qualifikation ich war sehr aufgeregt, da ich mir große Hoffnungen auf eine Medaille machte.
Ich konnte die Qualifikation dann als 2. (mit neuer persönlichen Bestzeit) rund 3 Sekunden hinter meiner deutschen Teamkollegin Lisa Brennauer beenden. Somit hatten wir schon mal eine tolle Ausgangssituation: ein deutsches Finale um Gold.
Im Finale ging ich dann volles Risiko: baute einen dickeren Gang drauf und legte mich auf eine schnellere Ziel Zeit fest. Immer mit dem Hintergedanken dass ich Silber sicher hatte und damit auch total zufrieden bin.
Doch meine Teamkollegin hatte sich von der Qualifikation nicht mehr richtig erholt und ich konnte meinen Vorsprung runde für runde ausbauen und am Ende tatsächlich gewinnen.
So richtig glauben kann ich es immer noch nicht! Mein erster internationaler Titel in der Elite Klasse…
Heute bin ich dann noch mit Lisa klein im Madison gestartet. Es war ihr erstes internationales Madison rennen, daher hat sie erstmal viel gelernt in dem Rennen und wir konnten mit einem 10 Platz nicht ganz unseren Erwartungen gerecht werden. Allerdings werden wir uns nun bestimmt von rennen zu rennen Steigern um auch bald auf dem Podium zu stehen! :)
Bilder: Arne Mill/ Frontalvision